Chronik


1930 – 1950

Es war eine schwierige Anfangszeit, als Matthias Stroh im Jahre 1930 in Büschfeld einen Metzgerladen eröffnete. Es erforderte von ihm sehr viel Durchhaltevermögen und Schaffenskraft. Denn mit den damals ca. 500 Einwohnern, von denen sehr viele auf dem Fleischereisektor Selbstversorger waren, konnte der notwendige Lebensunterhalt unmöglich bestritten werden. Die Kombination aus Metzgerei und dem übernommenen elterlichen Landwirtschaftsbetrieb konnte ihn jedoch über die mageren Zeiten hinwegtragen. So schuf er eine klare Arbeitsaufteilung: Montag bis Mittwoch: Landwirtschaft, der Rest der Woche: Metzgereibetrieb. Dies wurde auch nach dem Wiederaufbau des Anwesens, das durch den 2. Weltkrieg zerstört worden war, weiter beibehalten.

1950 – 1978

Der Doppelbetrieb änderte sich schlagartig mit der Übernahme des Betriebes durch Sohn Eduard, ebenfalls Metzgermeister, der 1950 die Verantwortung übernahm. Seine Devise: Weg von der Landwirtschaft und Spezialisierung auf den Metzgereibetrieb. Zukunftschancen sah er neben dem üblichen Ladentischverkauf vor allem in der Belieferung des Lebensmittel-Einzelhandels der näheren Umgebung. Ein riskantes Unternehmen zu jener Zeit, in der der Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren noch sehr stark dem Metzgerhandwerk vorbehalten war. Doch den gegenläufigen Entwicklungstrend hat Eduard Stroh richtig erkannt. 1968 beschäftigte das Unternehmen bereits 15 Mitarbeiter – von anfangs zwei Gesellen und einem Lehrling eine bemerkenswerte Expansion!Im Laufe der Jahre änderte sich die Marktstruktur grundlegend. Der Lebensmittel-Einzelhandel wurde durch entstehende Supermärkte nach und nach verdrängt, was das Unternehmen zu einer neuen Strategie zwang: Wurstwaren, vakuum verpackt! Höchste Qualität bei optimaler Frische- fix und fertig ausgezeichnet als SB-Ware für Supermärkte und größere Einzelhandelsmärkte. Diese Verpackungssparte ist bis zum heutigen Tag ein wichtiger Sektor. Unterstützung erhielt Eduard Stroh in all diesen Jahren von Frau Elli, die selbst aus einer Metzgerei stammte und so über die nötige Fachkompetenz und den unternehmerischen Weitblick verfügte.
Auch Sohn Bernd absolvierte seine Fleischerlehre im elterlichen Unternehmen und sammelte anschließend bis zu seiner Meisterprüfung im Jahre 1975 reichlich Berufserfahrung in anderen gut geführten saarländischen Unternehmen.

1978-1992

1978 wurde die erste Filiale am Marktplatz in Wadern eröffnet, um dem Unternehmen Wachstum und Standfestigkeit im hart umkämpften Markt zu verschaffen. Das Fachgeschäft war für diese Zeit sehr ansprechend ausgestattet und ließ keine Wünsche offen. Durch Erweiterung der Produktpalette mit vielen küchenfertigen Grill- und Bratenspezialitäten konnte der Kundenkreis deutlich erweitert werden. Die Gründung dieser Filiale war für das Unternehmen ein voller Erfolg und wegweisend für die nähere Zukunft.1979 wurde am Markt in Lebach eine zweite Filiale nach bewährter Vorgabe eröffnet. Filialleiterin Helga Stroh war verheiratet mit Sohn Bernd Stroh und von Beruf Fleischereifachverkäuferin.
Mittlerweile konnte das Unternehmen auf einen Personalstand von 30 Mitarbeitern zurückgreifen. Eine wesentliche Voraussetzung für die gestiegenen Umsätze war die Erweiterung der Produktionsanlagen. Um diesem Wachstum gerecht zu werden, hat das Unternehmen im Laufe der Jahre auf einem 2000 qm großen Gelände einen völlig neuen Betrieb erstellt. 1400 qm Produktions- und Lagerfläche, darin enthalten 400 qm Kühl- und Tiefkühlräume zur sachgemäßen Lagerung von Roh- und Fertigprodukten. Zug um Zug konnten weitere Großkunden sowie Kunden aus der Gastronomie hinzugewonnen werden.

1992-2003

1992 übernahm Bernd Stroh zusammen mit seiner Frau Helga das elterliche Unternehmen. Im Laufe der folgenden Jahre wurde der gesamte Maschinenpark erneuert und neue Produkte für Grill und Pfanne entwickelt. Ebenso wurde das Sortiment für verpackte Wurstwaren erweitert. So konnten viele neue Kunden gewonnen und der Umsatz deutlich erhöht werden.
Um das Unternehmen auch weiterhin auf hohem Standard zu halten, wurde 1994 die gesamte Produktionsbodenfläche mit Hartkunstharz überzogen sowie Rinnen und Abläufe aus Edelstahl eingebaut.

Nachdem 1994 das Büschfelder Verkaufsgeschäft erweitert und komplett erneuert wurde, entstand im Jahre 1996/1997 in Wadern am Markt eine völlig neue Fleischereifiliale, nach neuesten Gesichtspunkten in Hygiene, Technik und edlem Design.
Wie in Büschfeld und Wadern wurde 1999 auch das Fachgeschäft in Lebach komplett neu gestaltet.