Artikel in Saarbücker Zeitung (2003)


Hochmoderne Methoden

 

Die Fleischerei Stroh vom „Feinschmecker“ für hervorragende Leistungen ausgezeichnet

Die Fleischerei Stroh in Büschfeld, mit ihren Filialen in Lebach und Wadern, gehört nach dem Urteil der Zeitschrift „Feinschmecker“ zu den fünf besten Betrieben im Land. Sie wurde jetzt ausgezeichnet.

Von FERDINAND SEYFRIED

 

 

Wenn es eine Art Michelin-Stern für Metzgereien gäbe, besäße diese Auszeichnung jetzt im Grünen Kreis ein Betrieb: die Fleischerei Stroh in Büschfeld mit ihren Filialen in Lebach und Wadern. Die Metzgerei Stroh wurde von der Zeitschrift „Feinschmecker“ für hervorragende Leistungen ausgezeichnet und gehört zu den fünf besten Metzgereien im Saarland.

Die überwiegende Zahl der Leser des „Feinschmeckers“ sind nach Angaben des Blattes Kochprofis, Hobbyköche und ambitionierte Hausfrauen. Sie wurden aufgefordert, gute Metzgereien in Deutschland zu benennen. Die Vorschläge für die Metzgerei Stroh kamen von den Kochclubs in Wadern und Lebach. Metzgermeister Bernd Stroh wurde wie alle Kandidaten aufgefordert, eine Warenprobe einzuschicken. Das war Jagdwurst, weil es die überall in Deutschland gibt. Stroh kam in die engere Wahl. Die „Feinschmecker“-Redakteure bewerteten nach anonymen Einkäufen die Qualität der Produkte, Kompetenz und Freundlichkeit des Personals sowie die Ausstattung und Hygiene der Verkaufsstellen.

Ein weiteres Kriterium war die eigene Schlachtung. Der Werbeslogan der Büschfelder Fleischerei „Immer kräftig gewürzt – überall beliebt“ verfehlte nicht seine Wirkung. „Wir haben erst aus der Zeitung von unserer neuen Ehre erfahren“, freuen sich Bernd Stroh und sein Mann fürs Kaufmännische, Buchhalter Hans Veit, seit 34 Jahren im Hause. Der Familienbetrieb wurde 1930 gegründet. Bernd und Helga Stroh, natürlich aus dem Fach, führen den Betrieb in der dritten Generation. Hier verbinden sich hochmoderne Herstellungsmethoden mit handwerklicher Tradition. „Ich habe meine Kenntnisse nicht nur im Hochwald erworben“, ist Bernd Stroh stolz. Er sei lange unterwegs gewesen in Frankfurt, Heidelberg und in Bayern. Ständig werden neue Rezepturen entwickelt und erst nach erfolgreicher Selbstverkostung im Betrieb freigegeben. „Wir benutzen unsere Kunden nicht als Versuchskaninchen“, sagt Stroh. 35 Mitarbeiter sind in Büschfeld und in den Filialen Wadern und Lebach beschäftigt. „Die Auszeichnung gebührt ihnen“, sagt der Firmenchef, der zudem für Supermärkte wie Hela produziert, seit 30 Jahren in SB-Verpackungen. In der Büschfelder Zentrale werden jährlich 2600 Schweine sowie 370 Rinder und Kälber geschlachtet. Seit Jahrzehnten kauft Stroh seine Limousin- und Charolais-Rinder ausschließlich bei heimischen Bauern. „Schon lange vor BSE“, sagt Stroh und ist heute noch froh, die Krise ohne Entlassungen von Mitarbeitern überstanden zu haben.

 

Die Ehren-Urkunden prangen jetzt in den Läden. In den Theken liegen die Spezialitäten. „Der Geschmack von Lyoner und Wiener rührt vom hohen Rindfleischanteil“, verrät Stroh. Renner seien auch Hausmacher Blut- und Leberwurst. Bekannt ist Stroh für seine große Auswahl an küchenfertigen Braten und Steaks von Rind und Lamm. Hinzu gekauf werden nur ausländische Spezialitäten